Die Welt der Wörter
Wo Wörter Geschichten erzählen und die Antike lebendig wird
Wie viel Griechisch steckt in unserer Alltagssprache?
Mehr, als Sie vielleicht denken! Wörter wie Demokratie, Theater, Musik oder Philosophie begleiten uns täglich – und jedes erzählt seine eigene Geschichte.
In der Welt der Wörter entdecken Sie griechische Wörter im Deutschen, überraschende Wortherkünfte, spannende Etymologie und die faszinierende Verbindung zwischen Sprache und Kultur.
Dazu kommen humorvolle Streifzüge durch die deutsche Sprache und Grammatik, Geschichten aus der griechischen Mythologie, antike Fabeln und literarische Entdeckungen.
Als Autor, Übersetzer und Sprachlehrer möchte ich Ihnen zeigen, dass Sprache weit mehr ist als Grammatik und Vokabeln: Sie ist ein Schlüssel zu unserer Geschichte, unserer Kultur und manchmal auch zu unserem Humor.
Viel Freude beim Entdecken, Schmunzeln und Nachdenken!
Kostas Feslidis
Griechische Wörter im Deutschen – mehr als Sie denken!
Alltagswörter mit griechischen Wurzeln
Sie glauben, Sie sprechen kein Griechisch? Wetten, dass doch?
Ob Demokratie, Politik, Theater, Musik, Philosophie oder Mathematik – die alten Griechen begegnen uns täglich. Und das ganz ohne Reisepass!
Das Wort Demokratie stammt von den griechischen Wörtern dēmos (Volk) und kratos (Macht, Herrschaft). Philosophie bedeutet ursprünglich „Liebe zur Weisheit“, und unser Theater geht auf das griechische théatron zurück – den Ort, an dem man zuschaut.
Viele dieser Wörter haben über das Lateinische oder andere europäische Sprachen ihren Weg ins Deutsche gefunden. Ihre Geschichten sind oft überraschender, als man vermutet.
Wer ihre Herkunft kennt, entdeckt die deutsche Sprache mit ganz anderen Augen.
Wenn Wörter ihre Bedeutung verändern
Wörter haben manchmal erstaunliche Karrieren hinter sich. Einige steigen auf, andere fallen tief – und manche würden ihre heutige Bedeutung vermutlich selbst nicht wiedererkennen!
Nehmen wir den Idioten. Das griechische idiṓtēs bezeichnete ursprünglich einen Privatmann oder Laien. Von einer Beleidigung im heutigen Sinne war zunächst keine Rede. Erst im Laufe der Sprachgeschichte entwickelte sich daraus die abwertende Bedeutung. Ein bemerkenswerter gesellschaftlicher Abstieg!
Auch die Krise hat griechische Wurzeln. Das Wort krísis bedeutete unter anderem Entscheidung, Urteil oder entscheidende Wendung. Heute denken wir bei einer Krise meist an Schwierigkeiten und Gefahren. Dabei steckt in der ursprünglichen Bedeutung auch der Gedanke eines Wendepunkts.
Und die Empathie? Ihr sprachlicher Ursprung führt zum griechischen empátheia, das Leidenschaft bedeutete. Über das Englische und unter dem Einfluss des deutschen Wortes „Einfühlung“ entstand unser heutiger Begriff für die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
So zeigt uns die Sprachgeschichte: Wörter bleiben selten, was sie einmal waren. Sie wandern, verändern sich und erzählen dabei überraschend viel über die Menschen, die sie verwenden.
Die alten Griechen leben mitten unter uns!
Die alten Griechen sind erstaunlich hartnäckig. Seit Jahrtausenden mischen sie sich in unsere Gespräche ein – und das Beste: Sie zahlen nicht einmal Miete!
Ob beim Arzt, in der Politik, im Theater oder beim morgendlichen Blick in die Zeitung: Überall begegnen uns Wörter mit griechischen Wurzeln.
Wer sich auf ihre Spuren begibt, entdeckt nicht nur überraschende Sprachgeschichten, sondern auch viel über unsere Kultur, unser Denken und unseren Alltag.
In meinem Buch „Wir alle sprechen Griechisch“ nehme ich Sie mit auf eine humorvolle Entdeckungsreise durch die griechischen Wurzeln unserer Sprache. Verständlich, unterhaltsam und garantiert ohne Vokabelprüfung!